60234 - Lebendigkeit und Wucht


Von Eleonore Büning

FAZ, 23.10.11

Die erste Aufnahme sämtlicher Orchesterwerke Franz Liszts, gespielt auf „Originalinstrumenten des neunzehnten Jahrhunderts“, hat Martin Haselböck mit seiner Wiener Akademie in Angriff genommen. Zwei Alben sind schon auf dem Markt, und voller Denkwürdigkeiten. (...)

Lebendigkeit und Wucht

Das „historische“ an dem Originalklang-Sound, den Haselböck, von Hause aus Organist und Pianist, mit seinem Akademie-Orchester anpeilt, macht sich vor allem in der plastisch-körperlich, geradezu haptisch gefächerten Farbpalette der Holz- und Blechblasinstrumente bemerkbar. (...) Haselböck gelingt der Coup, diese lange vernachlässigten, ja, verlachten romantischen Orchesterwerke wieder live als Hörkino vor unsere Ohren zu zaubern und ihnen eine Präsenz zu geben, die man ihnen schon nicht mehr zugetraut hatte. (...)
FAZ 23.10.2011