Herbeck


Vielleicht nur der echte Liebhaber und Kenner des Bruckner weiss den Komponisten, Dirigenten, der von Anfang an die Werke des grossen Östereicher gespielt und interpretiert hat, zu schätzen. Er ist leider während der Vorbereitungen zur Uraufführung der "Dritten" gestorben. Der Komponist hat die Vorbereitungen und Proben persönlich beaufsichtigt, allerdings mit katastrofalen Folgen. Dank des deutschen Verlegers haben wir die Gelegenheit die Ausschnitte aus dem Werk des außergewönlich begabten Komponisten und Dirigenten kennenzulernen. In IV Synfonii d-moll hat der Komponist die Orgel miteingebunden, womit er fast 10 Jahre Vorsprung vom Saint-Saensa hatte. Während man sich das Stück anhört, spürt man die Nähe zwischen Herbeck und Bruckner, wobei der letzte mehr Talent und Mut bewissen hat. Die Sinfonii-Variationen, wo er sich vom Originalthema inspirieren lässt, geben auch dem Komonisten einen bestimmten Status. Das ist der Beweis für sein Talent und Weltoffenheit. Eine sehr gute Interpretation des hamburger Orchester mit geschicktem Martin Haselböck, ein anständiges Niveau, spannendes Repertoire - das sind alles Argumente, die für das Album sprechen.
Musikaya 01.01.2006